Was dahintersteckt

Technik hinter den KI-Begleitern

Was bei Gedächtnis und Persönlichkeit tatsächlich passiert, was in den Datenschutzerklärungen steht und was das für die Leute bedeutet, die diese Apps benutzen.

Woraus eine KI-Freundin besteht

Vier Teile, und nur einer davon ist schwer zu bauen. Ein Sprachmodell schreibt ihre Seite des Gesprächs. Eine Charakterbeschreibung legt fest, wer sie ist. Ein Gedächtnis trägt Fakten über einzelne Sitzungen hinweg. Dazu kommt meist ein Bildgenerator. Das Gedächtnis ist der Teil, an dem sich die Anbieter tatsächlich unterscheiden — und der, den eine billige Umsetzung am leichtesten vortäuscht: Abgefragtes Erinnern besteht fast jede App, unaufgefordertes deutlich weniger.

Warum zwei Apps mit derselben Aussage verschieden reagieren

Weil der Filter an unterschiedlichen Stellen sitzt: im Modell selbst, davor oder dahinter. Auf der Startseite steht bei beiden dasselbe Wort, im Gespräch verhalten sie sich völlig verschieden. Verschoben werden diese Grenzen ohnehin von den Zahlungsdienstleistern und nicht von den Plattformen — ohne Ankündigung, und für alle Anbieter gleichzeitig.

Was mit dem passiert, was du schreibst

Vier geprüfte Anbieter geben auf dieselbe Frage vier verschiedene Antworten, und eine davon ist gar keine. Nomi behält die Trainingsarchive auch nach der Kontolöschung und entfernt nur die Verknüpfung zu dir. CrushOn gibt an, ohne Nutzerbezug zu trainieren. Kindroid erwähnt Training an keiner Stelle — was keine Zusage ist, sondern eine Lücke. Bei Muah.AI liegt das Dokument hinter der Anmeldung.

Häufige Fragen

Woraus besteht eine KI-Freundin technisch?

Aus einem Sprachmodell, einer Charakterbeschreibung, einem Gedächtnis und meist einem Bildgenerator. Die Beschreibung ist ein Text, der dem Modell vorangestellt wird — sie teilt sich den begrenzten Platz mit dem laufenden Gespräch, weshalb kurz und konkret besser funktioniert als lang und blumig.

Wie funktioniert das Gedächtnis?

Es ist Abruf, kein Erinnern: Fakten werden außerhalb des Gesprächs gespeichert und bei jeder Nachricht wieder mitgegeben. Die Auswahl, welche wenigen Fakten mitgehen, ist der schwierige Teil — und der, an dem schwache Umsetzungen scheitern.

Kann ich vor der Anmeldung prüfen, was gespeichert wird?

Bei den meisten Anbietern ja, und es ist der erste sinnvolle Test. Ein Anbieter in unserem Vergleich hält die Dokumente hinter der Registrierung — der Text, der beschreibt, was mit deinen Daten geschieht, ist dort genau in dem Moment nicht verfügbar, in dem du entscheidest.